Vitamin K

... der wichtige 'Kofaktor' zum Vitamin D und dessen therapeutischer Anwendung. Ohne ausreichenden Vitamin-K-Spiegel (K für Koagulation - Blutgerinnung) unterbleiben die durch Vitamin D initiierte knochenaufbauenden (osteoblastischen) Reparaturmechanismen. Es besteht die Gefahr, dass sich die bei Vitamin-D-Hochdosierung osteoklastisch freigesetzten Kalzium-Ionen an Gefäßwänden und in Organen wie Niere und Leber anlagern - Verkalkung.

 

K-Vitamine gehören neben den Vitaminen A, D und E zu den fettlöslichen Vitaminen. Sie sind ein Kofaktor in Reaktionen der γ-Glutamylcarboxylase. Über diesen Mechanismus werden mehrere Gerinnungsfaktoren und gerinnungshemmende Faktoren aktiviert und reguliert.

Ferner spielen K-Vitamine für die Aktivierung von Osteocalcin (ein Knochenprotein), Calbindin und der Liganden für einige Rezeptor-Tyrosinkinasen wie zum Beispiel das Growth-arrest-specific gene-6 eine wichtige Rolle für das Zellwachstum.

In Pflanzen ist Vitamin K1 für die Photosynthese unverzichtbar. [Wikipedia]

 

Vitamin K ist also auch ein wichtiges Vitamin zur Blutgerinnung und Verhinderung von Blutungsneigungen, die z.B. als Gehirnblutung gefährlich werden könnten. Die Wirkung von Vitamin-K wird durch die gerinnungshemmenden Medikamente wie Dicoumarol, Marcumar und Warfarin unterdrückt.

Hervorragender natürlicher Vitamin-K-Lieferant ist alles Grünzeug, wie Spinat, Grünkohl und Salat. In der Vitamin-D-Prophylaxe wird Vitamin K oft als Kombinationspräparat angeboten.

Ich selbst konnte schnell den therapeutischen Effekt von Vitamin K - auch ohne regelmäßige Einnahme von Vitamin D - beobachten. Eine jahrelange Neuropathie meiner Fersen, die sich bereits zeigte, wenn ich nur kurze Zeit lag und die Beine angewinkelt aufstellte, verschwand innerhalb von Tagen. Offensichtlich ging es um eine Minderdurchblutung, die sich durch die Einnahme von Vitamin K legte, weil wohl die Gefäße durchgeputzt wurden. Insofern ist die therapeutische Einnahme von Vitamin K auch für diejenigen interessant, die - durch was auch immer (z.B. Reparaturverkalkung der Blutgefäße) - unter rigiden und verkalkten Gefäßstrukturen leiden.