SCHMERZEN

Eine der schönsten Heilpflanzen in Deutschland ist das Mädesüß. Schon die alten Germanen wussten um die schmerzlindernde Wirkung dieses Krauts und verwendeten es wohl auch, um ihren Met zu süßen. Die zahlreichen, kleinen gelblich-weißen Blüten befinden sich in rispigen Blütenständen und duften betörend. Das echte Mädesüß gehört zu den Rosengewächsen (Rosaceae) und blüht von Juni bis August. Es kommt in Europa und Nord-Amerika vor und wächst auf feuchten Wiesen sowie an Bachufern.

Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in den Mädesüßblüten. Sie enthalten ätherisches Öl, das sich aus Substanzen wie Salicylaldehyd und Salicylsäuremethylester zusammensetzt. Daneben kommen Flavonoide vor, zum Beispiel der Stoff Spiraeosid, sowie Gerbstoffe vom Ellagitannin-Typ.
Die Stoffe Salicylaldehyd und Salicylsäuremethylester werden im Körper aufgespalten. Dabei entsteht Salicylsäure. Sie wirkt ähnlich wie das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure (Aspirin), wobei die Effekte der pflanzlichen Substanz schwächer ausfallen. Salicylsäure aus Mädesüß wirkt nicht nur schmerzlindernd, sondern auch leicht anti-entzündlich und fiebersenkend.

Bekannter und wesentlich effektiver wirkt die Salicylsäure aus Weidenrinde. Tatsächlich bekommt man dieses naturbelassene pflanzliche 'Komplexmittel' auch noch in Drogerie (z.B. bei dm) oder Apotheke zu kaufen.

Menschen, die auf Salicylate allergisch reagieren, dürfen Mädesüßblüten (wie auch Extrakte aus Weidenrinde) nicht anwenden.

Hanf - (Cannabis)

Bremen hat den Anfang gemacht und will Cannabisanbau für den Eigengebrauch legalisieren - ein Hoffnunsschimmer. Denn, Cannabis macht seit einiger Zeit auch gerade im medizinischen Bereich immer wieder Schlagzeilen, ob gegen Alzheimer, Tourette-Syndrom, Krebs oder nebenwirkungsfreies Mittel gegen chronische Schmerzen. Ausführlichere Hinweise gibt es unter der Seite Cannabis.

Schlafmohn - (Opiat)

... wird in der Medizin schon seit vielen Jahrzehnten zur Bekämpfung von starken bis sehr starken Schmerzen angewendet.

Blau-Mohn (Papaver somniferum L.) ist eine alte Kulturpflanze, die Samen dieser Art werden auch für Süßspeisen und Kuchen verwendet (grob gemahlen dann Backmohn). Des Weiteren dient er zur Gewinnung von Morphin, das entweder in der Medizin als Analgetikum (Schmerzmittel) eingesetzt wird oder durch Methylierung zum Hustenstiller Codein umgesetzt wird. Morphin dient ebenfalls als Ausgangsstoff zur Herstellung von Heroin (Diacetylmorphin).

Ein gängiges Opiat auf dem deutschen Arzneimittelmarkt ist Tilidin, was es für den oralen Gebrauch auch als Retardmittel gibt, um über einen gewissen Zeitraum ein gleichmäßiges Wirkstoffniveau zu halten.

In Kliniken wird in der Regel Morphin (schneller wirksam) eingesetzt. Weitere Informationen: Opiate.