Vitamin C

In der Therapie der Neuen Medizin ist das Vitamin C unumstritten ein wichtiges Hilfsmittel, um Heilungsphasen zu optimieren, symptomatisch aber auch abzumildern, da es ähnlich wie Coffein den Sympatikus stimuliert. Deshalb sollte man vor dem Schlafengehen auch lieber auf einen Obstsalat verzichten, weil er wie ein Aufputschmittel wirkt. Es fördert die Ausscheidung von Ödemwasser, ist aber auch bei vielen Reparaturprozessenund unerlässlich und hilft so, Heilung und Reparatur zu optimieren. Ihm wird auch nachgesagt, dass es sklerotische Ablagerungen (z.B. in Adern von Reparaturprozessen) wieder abbauen kann - genauso wie Vitamin K.

 

In seiner Bedeutung für die Gesundheit ist Vitamin C wohl jedem geläufig. Skorbut war früher eine bei den Seeleuten gefürchtete Krankheit, die - durch Mangelernährung verursacht - ganze Mannschaften auf See dahinraffte. So verlor Vasco da Gama auf dem Seeweg nach Indien ein Drittel seiner Mannschaft. Typische Symptome waren Zahnfleischbluten, allgemeine Mattigkeit und geschwollene Hände und Füße, gefolgt von Depression bis hin zum Tod. Außerdem heilten Wunden nicht mehr richtig ab oder alte Wunden brachen wieder auf - ein zusätzliches Risiko.

Vitamin C-Mangel als Schlüssel

Erst Mitte des 18. Jahrhunderts entdeckte der britischer Arzt, James Lind, dass Zitrusfrüchte der Schlüssel gegen Skorbut sind (Vitamin C als die entscheidende Wirkkomponente wurde erst ab dem Jahr 1928 durch den Ungarn Albert Szent-Györgyi und den Amerikaner Charles Glen King entdeckt). Frisches Obst und säurehaltige Lebensmittel - so seine Erkenntnis - verhindern die Krankheit. Doch was tun? Die Waren mussten auf den langen Fahrten möglichst lange unverderblich bleiben.

Sauerkraut und Zwiebeln

James Cook fand die Lösung. Er nahm bei seinen Reisen auf die Südhalbkugel in Fässern eingelegtes Sauerkraut und Zwiebeln mit an Bord. Außerdem ließ er so oft wie möglich Obst und Frischfleisch an Bord bringen. Dadurch gelang es tatsächlich Skorbut zu verhindern, keiner seiner Matrosen starb daran.

 

Auch in der schulmedizinisch geprägten Gesundheitsindustrie hat Vitamin C einen enormen Stellenwert, wenn auch nicht den, der ihm zusteht. Doch VORSICHT! Ascorbinsäure ist nicht gleich Vitamin C. In der Natur finden wir keine isolierte Ascorbinsäure.

 

Synthetische Substanzen sind fragwürdig

Generell entfalten Nähr- und Vitalstoffe im Körper ihre biologische Wirksamkeit immer in Verbindung mit und in Abhängigkeit von anderen Nähr- und Vitalstoffen. Isolierte und im Labor synthetisch hergestellte Substanzen können daher unmöglich eine vergleichbare Wirkung erzielen. Damit der Körper von den gesundheitlichen Vorzügen des Vitamin C umfassend profitieren kann, muss es im kompletten, natürlichen Verbund vorliegen; Verwertbarkeit, Wirkungsdauer und Verträglichkeit werden dadurch optimiert.

 

Die Tatsache, dass aufgrund der hohen Konzentration isolierter Substanzen schnell ein Überangebot im Körper entstehen kann, kann schliesslich sogar zu einem unkalkulierbaren gesundheitlichen Risiko werden. Eine starke, dauerhafte Überdosierung von Ascorbinsäure (künstliches Vit. C - E300) führte im Tierversuch zu Nieren- und Blasensteinen. Überdosiert ist es spätestens dann, wenn es abführend wirkt.

 

Ascorbinsäure wird in Lebensmitteln als Antioxidationsmittel, Mehlbehandlungsmittel und Stabilisator sowie als Vitaminzusatz eingesetzt, da sie die Entstehung freier Radikale unterdrückt. Es hemmt außerdem die Braunfärbung bei frisch geschnittenem Obst und sorgt zusammen mit Nitritpökelsalz dafür, dass Fleisch seine Rotfärbung nicht verliert. Ascorbinsäure ist allgemein für Lebensmittel ohne Höchstmengenbeschränkung zugelassen und ist besonders häufig in Obst- und Gemüsekonserven, Fruchtsäften und -nektaren, Konfitüre, Gelee, Marmelade, Fleisch- und Wurstwaren sowie in Brot, Backmischungen, Bier und Wein zu finden. Lebensmittel werden häufig mit Ascorbinsäure angereichert, um den Vitamin-C-Gehalt zu erhöhen. Wenn die Erhöhung des Vitamin-C-Gehaltes der einzige Grund für den Zusatz von Ascorbinsäure ist, darf man sie als Vitamin C deklarieren, andernfalls erfolgt die Bezeichnung E 300 oder Ascorbinsäure.

 

Wir haben aber andere, effektivere und vor allem natürliche Vitamin-C-Lieferanten wie Zitrusfrüchte, Sanddorn und seit neuestem Acerola-Beeren.