Vitamin A

Ein dramatischer Rückgang der Todesfälle durch Masern fand während des 19. und 20. Jahrhunderts in der westlichen Welt statt. Die allgemeine Ernährung und Hygiene hatten sich stark verbessert. Bereits 1932 meldeten Wissenschaftler, dass die Sterblichkeit um 58 % sank, wenn Kindern, die wegen Masern im Krankenhaus lagen, Lebertran verabreicht wurde. Lebertran enthält Vitamin A und D sowie Omega-3-Fettsäuren. 1987 setzten Wissenschaftler in Tansania während des Masernausbruchs Vitamin A ein und bewirkten damit beeindruckend positive Ergebnisse. Neben Vitamin A hat sich auch die Gabe von Vitamin C als wirksam gegen Masern gezeigt. Eine schon 1949 veröffentlichte Studie untersuchte die Behandlung von Viruserkrankungen mit Vitamin C. Während einer Masernepidemie wurde hochdosiert Vitamin C zur Vorbeugung eingesetzt – dies erwies sich als Schutz. Darüber hinaus konnten Masernerkrankungen durch hohe Vitamin C Dosen sehr abgemildert werden. [Quelle: www.kla.tv]

Selbst Wikipedia schreibt vom Vitaminmangel und Komplikationen bei Maswern, was dann auch die hohen Sterberaten in Entwicklungsländern erklärt - nein, mit fehlender Impfung hat das nichts zu tun.

Hypovitaminose (zu wenig Vitamin A)

Bei Mangel an Vitamin A kommt es zu erhöhter Infektionsanfälligkeit, Trockenheit der Haut, Haare, Nägel und Augen, Haarausfall, Nachtblindheit, verringerter Sehschärfe, erhöhter Lichtempfindlichkeit, Eisenmangel, erhöhter Gefahr einer arteriosklerotischen Herzerkrankung, erhöhtem Krebsrisiko in Organen mit Schleimhäuten, erhöhtem Risiko für Nierensteine aufgrund erhöhter Calciumausscheidung, Fruchtbarkeitsstörungen, beeinträchtigtem Geruchssinn, Tastsinn und Appetit, Müdigkeit und Wachstumsstörungen wie z. B. Störungen des Knochenwachstums im Kindesalter.

Ursachen einer Hypovitaminose
 

  • Entzündungen, Operationen, aber auch Stress

  • Rauchen und ständiges Einatmen schlechter Luft

  • Umweltgifte wie z. B. Cadmium

  • Starkes Sonnenlicht (z. B. am Strand oder im Schnee), besonders bei hellhäutigen Menschen

  • Störungen der Fettresorption, meist wegen Problemen mit Leber, Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse

  • Jeder fünfte Europäer nimmt nicht genug Retinol über die Nahrung auf. Besonders bei Kindern entsteht schnell eine Unterversorgung, da sie geringere Speichermöglichkeiten besitzen, jedoch einen hohen Bedarf haben.

  • Alkohol beeinträchtigt die Aufnahme, Speicherung und Mobilisierung

  • Diabetiker und Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion können die pflanzlichen Carotinoide nur schlecht in Vitamin A umwandeln.

  • Cholesterinsenkende Mittel und Abführmittel verschlechtern die Aufnahme

  • Bestimmte Schlafmittel verbrauchen Speichervorräte in der Leber

Die Unterversorgung mit Vitamin A (Vitamin-A-Defizienz oder VAD) ist ein weit verbreitetes Problem in Entwicklungsländern. Etwa 250 Millionen Vorschulkinder leiden an VAD und jedes Jahr sterben daran etwa eine Million Kinder. Zwischen 250.000 und 500.000 Kinder erblinden zudem durch VAD und die Hälfte stirbt im darauf folgenden Jahr.[10] Auch führt Vitamin-A-Mangel zu einer stark erhöhten Komplikationsrate bei Infektionskrankheiten wie Masern.[11]

Hypervitaminose (zu viel)

Vitamin A sollte aber in keinem Fall überdosiert werden, weil es - fettlöslich - lange gespeichert wird und kaum abgebaut, sondern nur verbraucht wird.

Das Überangebot an Carotinen führt beim Menschen nicht zu einer Überversorgung mit Vitamin A (Hypervitaminose A), weil der Körper die Umwandlung der Carotine zu Vitamin A entsprechend herunterregelt. Ein Zuviel an Carotinen macht sich optisch als Gelbfärbung der Haut bemerkbar (Carotinämie, „Karottenikterus“), ist aber nicht behandlungsbedürftig, da keine Hypervitaminose vorliegt.

Eine (längere) Überversorgung mit über 15 mg (= 50.000 IE) Vitamin A kann im Gegensatz dazu zu Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, erhöhtem Hirndruck (Pseudotumor cerebri), Abnahme der Knochengewebsdichte (Osteoporose), Vergrößerung von Leber und Milz, Verringerung der Schilddrüsentätigkeit und schmerzhaften Wucherungen der Knochenhaut führen. Generell können höhere Einmaldosen als unbedenklich angesehen werden, während wiederholt höhere Dosen eher die Gefahr einer Intoxikation in sich tragen. Für Tagesdosen ab 7,5 mg (= 25.000 IE) aufwärts und mehrjährige Zufuhr wurden Fälle von Leberzirrhose beschrieben, teilweise mit Todesfolge.[13]

Bei massiver Überdosierung kann es zu meist symmetrischen Zapfenepiphysen am Oberschenkelknochen kommen.

Empfohlene Dosis:

Die Sicherheit einer Dosis von 10.000 IE wurde mehrfach gezeigt. Die Empfehlung einer täglichen Dosis von 2.500 IE (0,75 mg) scheint damit gerechtfertigt.[14][15]

[wikipedia - kursiv]